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China in Afrika – Welche Auswirkungen für die Entwicklungszusammenarbeit?
Prof. Dr. Helmut Asche, Institut für Afrikanistik, Universität Leipzig, Professor für Wirtschaft und Politik in Afrika, sowie Geschäftsführender Direktor China in Afrika – Welche Auswirkungen für die Entwicklungszusammenarbeit? / Helmut Asche, Institut für Afrikanistik, Universität Leipzig, Professor für Wirtschaft und Politik in Afrika, sowie Geschäftsführender Direktor | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung
29.01.2009, 19:00 Uhr GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20

Die VR China verstärkt seit einigen Jahren sein wirtschaftliches, politisches und soziales Engagement in Afrika. Nicht nur im Sudan und in Simbabwe, den prominentesten Beispielen chinesischer Einflussnahme, sondern in beinahe allen afrikanischen Ländern ist China inzwischen in der einen oder anderen Form involviert. Das Forum für chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit (FOCAC) im Jahr 2006, zu dem 41 afrikanische Regierungschefs nach Peking reisten, verdeutlichte die Intensität der Zusammenarbeit.

Die VR China behandelt Afrika als wachsenden Wirtschaftsraum. Westliche Industrienationen beobachten dies mit Argwohn. Bislang spielten afrikanische Staaten hier nur die Rolle von Bittstellern, deren wirtschaftliche Bedeutung marginal war und deren politische Treue aufgrund der kolonialen Vergangenheit und der wirtschaftlichen Abhängigkeit außer Frage stand. In westlichen Industriestaaten wird der Einfluss der VR China auf Afrika vor allem hinsichtlich Menschenrechte und Demokratie diskutiert. Die VR China unterstütze diktatorische Regimes und untergrabe damit nicht nur zivilgesellschaftliche Bemühungen zur Wahrung der Menschenrechte, sondern auch den Einfluss westlicher Industrienationen auf politische Reformprozesse in Afrika. In Afrika wird zum einen die kritische Meinung der westlichen Medien geteilt, zum anderen wird begrüßt, dass die VR China afrikanischen Staaten nicht, wie traditionelle Geberländer, ihre Souveränität streitig macht. Die VR China ist zugleich Chance und Gefahr für afrikanische Länder, die einerseits wirtschaftlichen Wachstum und Unabhängigkeit von westlichen Gebern suchen, andererseits aber die Ausbeutung durch chinesische Unternehmen und deren Einfluss auf die einheimischen Märkte fürchten.

Mit Prof. Dr. Helmut Asche wollen wir über die Bedeutung Chinas für die deutsche und internationale Entwicklungszusammenarbeit sprechen. Bei der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit(GTZ) GTZ, dem Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und nun dem Institut für Afrikanistik in Leipzig, beschäftigte er sich mit wirtschaftlichen Entwicklungen in Afrika. Dem Thema des Abends folgend werden wir ihn fragen, wie das Engagement der VR China in Afrika die deutsche und internationale Entwicklungszusammenarbeit verändert und verändern sollte. Wie begegnet man der neuen Herausforderung durch die VR China? Sind afrikanische Länder in ihrer Position gegenüber traditionellen Gebern gestärkt worden? Bietet die VR China Afrika eine echte Entwicklungschance?

Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen beschränkt. Bei Interesse an der Veranstaltung, meldet Euch mit Euren Fragen zum Thema bis zum 22. Januar hier hier an.

Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Joanna Münker und Sebastian John
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