|
Nachhaltiger Erfolg: Evaluation von IZ
Dr. Horst Breier, BMZ, Leiter des Referats "Zentrale Erfolgskontrolle" Nachhaltiger Erfolg: Evaluation von IZ / Horst Breier, BMZ, Leiter des Referats "Zentrale Erfolgskontrolle" | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung
11.05.2004, 19:00 Uhr GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20

Die Diskussion um Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung, die 1987 maßgeblich durch den Brundtland-Report angestoßen wurde, hatte auch erheblichen Einfluss auf die bis dahin verbreitete Philosophie von Erfolgskontrollen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Jeder Projektzyklus beinhaltet als feste Bestandteile die Vorbereitung, Prüfung, Durchführung und Kontrolle bestimmter Maßnahmen. Wie aber wird entwicklungspolitischer Erfolg definiert und nach welchen Kriterien finden Evaluierungen statt? In den 90er Jahren folgte eine Reihe von Studien zur Evaluierungspraxis nicht nur auf nationaler Ebene in Deutschland, sondern auch international u.a. in den Kreisen der Weltbank. Dies führte zu intensiven Auseinandersetzungen mit Begrifflichkeiten und Begriffsdefinitionen und resultierte in Reformprozessen der bis dahin gängigen Evaluierungspraktiken. Der Charakter von Evaluierungen entwickelte sich von eher klassischen Rechenschaftsberichten hin zu einem in der Theorie ausgewogenen Mix zwischen institutionellen Lernprozessen aller Beteiligten, Rechenschaft und Kontrolle.

Rückblickend stellt sich nun die Frage, wie erfolgreich diese Reformprozesse waren, ob diese wirklich zu effizienteren Evaluierungsprozessen geführt haben und auch ob die Ergebnisse in der Neukonzeption von entwicklungspolitischen Programmen Berücksichtigung finden.

Diese und folgende Fragen stehen im Vordergrund der Diskussionsrunde mit Dr. Horst Breier am 11. Mai 2004, 19.00 Uhr im GTZ-Haus Berlin:

Sind Evaluierungen mehr Selbstzweck oder tatsächlich ein wirkungsvolles Instrument der EZ?
Ist eine Europäisierung und Internationalisierung von Evaluierungen mit dem Anspruch länderspezifische Lernprozesse zu initiieren vereinbar?
Geberkoordination ist ein Zauberwort in den letzten Jahren geworden, bei der Umsetzung in der Praxis stößt es allerdings oft an seine Grenzen: Wie kann eine stärkere Kooperation zwischen verschiedenen Gebern im Hinblick auf Evaluierungen erreicht werden?
Nicht nur die Weltbank betont, dass die Partnerländer sich auf den „driver seats“ befinden – wie kann eine stärkere ‚ownership’ in Bezug auf Evaluierungen seitens der Partner sicher gestellt werden?
Entwicklungspoltische Gutachter/innen als aufkommende Spezies dieses Jahrhunderts – Woher kommen sie und wie unabhängig sind sie? Brauchen wir einen neuen (internationalen) „Master of Development Consulting“?
Wie gestaltet sich das Zusammenspiel zwischen Politik und Praxis? - Welche Rolle spielen die Bundesregierung und das Parlament bei Erfolgskontrollen in der EZ?
Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen kontinuierlichem Monitoring und Projekt-, bzw. Programmevaluierungen?

Wie immer bitten wir um Anmeldung über die Website.

Fotos: Stoyke, www.yfoto.de

Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Albrecht Blümel, Astrid Harnisch und Christine Wank
 |