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Chancengleichheit für Frauen und Männer – wann wird der Traum wahr? – Strategien für Gleichberechtigung in Deutschland
Eva-Maria Welskop-Deffaa, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Leiterin der Abteilung Gleichstellung Chancengleichheit für Frauen und Männer – wann wird der Traum wahr? – Strategien für Gleichberechtigung in Deutschland / Eva-Maria Welskop-Deffaa, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Leiterin der Abteilung Gleichstellung | f.ize | Forum Internationale Zusammenarbeit für Nachhaltige Entwicklung
10.01.2007, 18:30 Uhr GTZ-Haus Berlin, Reichpietschufer 20

Gender Mainstreaming ist seit langem ein fester Bestandteil der internationalen Zusammenarbeit. 1985 wurde es auf der 3. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen als politische Strategie vorgestellt. Es gibt verschiedene Motivationen dafür, die Belange von Frauen und Männern kontinuierlich mitzudenken: die Überzeugung, dass Entwicklung Frauen braucht und als Realisierung der Menschenrechte. Aber gender mainstreaming ist nicht nur in der Entwicklungszuammenarbeit ein aktuelles Thema – vielmehr wird diese Strategie in zahlreichen Industrieländern der Welt und vor allem in der EU angewandt, um die immer noch nachteilige Situation von Frauen in der Gesellschaft zu verbessern. Seit 1999 ist die Gleichstellung von Frauen und Männern ein durchgängiges Leitprinzip der Bundesregierung, das durch Gender Mainstreaming verwirklicht werden soll. Bevor wir die Strategien zur Förderung der Gleichberechtigung in der Entwicklungszusammenarbeit unter die Lupe nehmen, wollen wir die Lage in Europa und insbesondere in Deutschland betrachten, wo die Statistiken immer noch ein trauriges Bild der Realität wiederspiegeln:

Männer bekleiden 77 % der Führungspositionen in der deutschen Privatwirtschaft
Frauen verdienen pro Stunde durchschnittlich 23 % weniger als Männer
Frauen aus Westdeutschland, die 1996 in Rente gingen, verdienten während ihres gesamten Erwerbslebens 42,4 % des entsprechenden Männereinkommens
Frauen verbringen im Durchschnitt 1,6 mal so viel Zeit mit unbezahlter Arbeit wie Männer
die Tatsache, dass 2005 der Anteil der Professorinnen 13% erreichte, wurde von der Bundesregierung als Erfolg gewertet.

Das sind nur einige Beispiele der dokumentierten Ungleichheiten. Hat Deutschland bei solchen Zahlen die Kompetenz andere Länder zu beraten? Welche positiven Erfahrungen gibt es zu teilen? Welche Strategien haben in Deutschland zur Verbesserung der Lage der Frauen geführt? Was hindert die Durchsetzung der Gleichberechtigung? Was kann/muss die Politik mehr tun, damit sich an den erschreckenden Statistiken was verändert? Ist das gegenwärtige Mainstreaming-Programm geeignet, um den Problemen gerecht zu werden? Welche Rolle spielt dabei der von der EU ausgeübte Druck?

Diese und andere Fragen möchten wir am 10. Januar mit Frau Welskop-Deffaa - Leiterin der Abteilung Gleichstellung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - diskutieren. Wir bitten um eine Anmeldung bis 4.Januar 2007.

Für diese Veranstaltung verantwortlich:
Malgorzata Steiner
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